Damastmesser

Ein hochwertiges Küchenmesser macht jeden Kochvorgang zum Erlebnis. Es ist nicht nur ein praktisches Schmuckstück für die Küche, sondern liefert auch beste Ergebnisse. Fleisch, Fisch und Gemüse werden sauber geschnitten. Wer sich für ein Damastmesser entscheidet kann viel Geld sparen, denn andere Küchenmesser werden durch die Anschaffung überflüssig.

Was versteht man unter einem Damastmesser?

Diese Messerart, (auch als Santokumesser bekannt), stammt aus Japan. Typisch für ein Damastmesser ist zum einen ein besonders hochwertiger Stahl, (Damaszenerstahl). Zum anderen eine markante Musterung der Messerklingen. Man stellt diese Messer nach der Technik des Stahlfaltens her. Dies verleiht ihnen Stabilität und Langlebigkeit. Deshalb können sie auch in vielen anderen Bereichen Verwendung finden. Ob als Küchenmesser, Taschenmesser oder Jagdmesser: Sie erwerben mit solch einem Messer einen praktischen Helfer und Begleiter in allen Situationen.

Damastmesser überzeugen durch gute Haptik, ein edles Design und hohe Schnittlastigkeit. Verantwortlich für die extreme Schärfe ist der Damaszenerstahl und ein besonders dünner Klingenschliff. Fisch, Fleisch und Gemüse bleiben wunderbar saftig. Dadurch eignen sich diese Messer auch hervorragend zur Herstellung von Sushi.

Wie entsteht ein Damastmesser?

Die Herstellung ist sehr komplex und erfordert einiges an Aufwand. Damast stahl ist ein Werkstück einzigartiger Natur, geboren aus den Techniken der orientalischen Schmiedekunst. Unterschiedliche Stähler werden mit verschiedenen Legierungen übereinandergelegt und feuerverschweißt. Zur Verwendung kommt sowohl harter- als auch zäher Stahl. Hinterher muss das Ganze in einem Säure-Bad aushärten. Letztendlich wird der entstandene Damaszenerstahl, (auch als wilder Damast bezeichnet), noch etwas aufpoliert. Durch das besondere Schmiedeverfahren mit anschließender Nachbehandlung entsteht schließlich das exotische Damastmesser mit seiner markanten Musterung.

[media_object style=”left” aligned=”middle”][/media_object][media_body]Im Gegensatz zu den handgeschmiedeten Damastmessern gibt es auch solche aus industrieller Fertigung. Beim industriellen Herstellungsverfahren verwendet man einen Kernstahl als Basis. Dieser wird mit einigen Lagen gefaltetem Stahl umhüllt, welche man anschließend miteinander verbindet.[/media_body]

Wie pflegt man ein Damastmesser?

Damit die Qualität eines so hochwertigen Messers lange erhalten bleibt, muss es gut gepflegt werden. Für die Spülmaschine sind Messer dieser Art grundsätzlich ungeeignet. Klingen und Griffe können durch Hitze und aggressive Spülmittel in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Messergriffe verformen sich und Klingen verlieren an Schärfe. Da Damaszenerstahl nicht rostfrei ist, kann es durch Zuviel Feuchtigkeitseinwirkung zur Rostbildung kommen. Deshalb empfiehlt es sich auch nicht, die Messer längere Zeit im Spülwasser liegenzulassen.

Reinigen Sie Ihr Damastmesser am besten sofort nach Gebrauch unter lauwarmem Wasser. Verwenden Sie dafür ein Mikrofasertuch. Trocknen Sie das Messer hinterher sofort ab. Wichtig: Bringen Sie es auf keinen Fall zusammen mit anderem Besteck in einem Kasten unter. Die Klinge könnte Schaden nehmen. Optimalen Klingenschutz bietet eine Magnet-Schiene oder ein Messerblock.

[media_object style=”left” aligned=”middle”][/media_object][media_body]Mit regelmäßiger Pflege verlängern Sie nachhaltig die Lebensdauer Ihres Damastmessers. Damit es lange schön bleibt und vor Rost geschützt wird, behandeln Sie es hin und wieder mit etwas Kamelienöl. Dazu träufeln Sie einige Tropfen auf ein Mikrofasertuch und reiben das ganze Messer damit vorsichtig ein.
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Was ist beim Kauf eines Damastmessers zu beachten?

Bei der Auswahl Ihres Favoriten sollten Sie erst einmal die Preise unter die Lupe nehmen. Eines muss an dieser Stelle bemerkt werden: Damastmesser werden Sie niemals in der Billigkategorie finden. Wenn doch, handelt es sich um eine Nachahmung. Das Problem ist: es gibt keinen rechtlichen Schutz für den Begriff „Damastmesser“. Dies nutzen viele Hersteller von Billigwahre scharmlos aus. Sie verwenden gewöhnlichen Messerstahl, welchen sie dann mit gemustertem Material überziehen. Die Messer sehen tatsächlich täuschend echt aus.

Oft können Sie ein gutes Damastmesser aber auch schon an der Aufmachung des Produkts erkennen. Viele Hersteller packen die Schmuckstücke in edle Boxen oder bieten Sie als Set mit mehreren Ausführungen an. Die Boxen sind insofern vorteilhaft, da sie gleichzeitig eine hervorragende Unterbringungsmöglichkeit darstellen.

Wie sieht ein Damastmesser aus?

Das Design richtet sich in erster Linie nach der Messerart. Handgeschmiedete Modelle werden aufgrund ihrer Individualität auch als „lebendige Messer“ bezeichnet. Beispiel: Jeder von uns hat seine eigene Handschrift. Demzufolge sieht auch jedes handgefertigte Damastmesser anders aus. Dies ist leicht nachzuvollziehen. Denn eine organische Musterung bringt immer gewisse Unregelmäßigkeiten mit sich. Die Messer bekommen aber dadurch einen unverwechselbaren Unikatcharakter.

Einem industriell hergestellten Damastmesser kann dieser Charakter leider nicht verliehen werden. Das Problem: Die Musterung ist bei der maschinellen Produktion stets standardisiert und einheitlich. Auch lassen die wirtschaftlichen Bedingungen nur eine sehr eingeschränkte Auswahl zu. Doch insgesamt sind auch diese Damastmesser wertig verarbeitet und haben einen hohen Qualitätsstandard. Sie sind handlich und flexibel. Griff und Oberkante der Klinge gehen nahtlos ineinander über. Sie sind stabil und bleiben lange scharf.

Eine Auswahl der beliebtesten Damastmesser

Wie schärft man ein Damastmesser?

Benutzen Sie zum Nachschleifen eines Damastmessers ausschließlich einen Schleifstein. Ein Wetzstahl oder andere Schleifgeräte üben Zuviel Druck auf die Klinge aus und können sie bis zur Unbrauchbarkeit beschädigen. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Schleifsteins unbedingt auf die Körnung. Insgesamt gilt: Je höher diese ist, desto feiner wird der Schliff. Ist ein Messer stark beschädigt, empfiehlt sich eine Körnung von 250 bis 300. Optimal ist eine 1000er. Falls Sie ein rasiermesserscharfes Damastmesser brauchen, können Sie zum Nachschleifen noch einen Polierstein mit Körnung ab 3000 einsetzen.

Was kostet ein Damastmesser?

Industriell gefertigte Modelle aus Kernstahl bekommen Sie bereits ab etwa 150 Euro. Für ein handgeschmiedetes Produkt müssen Sie allerdings mindestens 1000 Euro hinlegen. Den hohen Preis erklärt der ungeheure Aufwand bei der Herstellung eines traditionell gefertigten Damastmessers aus Damaszenerstahl.

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