Brotmesser

Ein Brotmesser gehört in den meisten Haushalten zum Grundinventar an Küchenmessern. Wenn auch heutzutage Brot eher maschinell geschnitten wird, besteht bei den Verbrauchern dennoch eine große Nachfrage. Begründung: Für Brötchen, Baguette und Co. erweisen sich Brotmesser als die ideale Lösung. Sie sind die Garanten für sauberes Halbieren. Dabei werden kaum Krümel generiert. Ein solches Messer ist so konzipiert, dass beim Schneiden die Struktur der Backwaren weitestgehend unbeschädigt bleibt.

Was macht ein Brotmesser so besonders?

Das Geheimnis liegt im Schliff der Messerklinge. Um krosses Brot und knusprige Brötchen sauber in Scheiben schneiden bzw. halbieren zu können braucht man ein scharfes Werkzeug mit Sägezähnen. Diese Meinung vertrat auch der Solinger Messerhersteller Franz Güde. Im Jahre 1931 erfand er den Wellenschliff und schaffte somit die Grundlage für das ideale Brotmesser.

Was den Wellenschliff so besonders macht ist die Art und Intensität der Schnitttechnik. Nur eine derartig geschliffene Messerklinge kann sich so sauber durch Krusten arbeiten. Leider bietet aber der Markt auch Brotmesser mit glatter Klinge an. Diese befinden sich vor allem in der unteren Preisklasse. Das Problem: Wer mit einem glatt geschliffenen Messer Brot in Scheiben schneidet oder Brötchen halbiert, wird unweigerlich das Innenleben des Schnittgutes zerreißen oder zerdrücken. Deshalb sind die echten Brotmesser mit Wellenschliff denen mit glatter Klinge vorzuziehen. Sie sind hochwertiger und liefern Beim Schneiden eindeutig die besseren Ergebnisse. Die Sägezähne einer wellengeschliffenen Klinge können sich viel tiefer und großflächiger in das Schnittgut einarbeiten. Ein weiterer Vorteil des Wellenschliffs besteht darin, dass die Klingen sehr langlebig sind. Die Messer bleiben auch bei größeren Belastungen lange konstant scharf.

Was zeichnet ein gutes Brotmesser aus?

Es besteht aus einem robusten Messergriff und einer langen scharfen Klinge mit Wellenschliff. Das Messer ist vielseitig verwendbar. So eignen sich gute Brotmesser nicht nur zum Schneiden von Brot und Brötchen. Sie werden mit allem fertig, was krustig oder fest ist. Somit eignen sie sich auch zum Portionieren von Braten und festem Gemüse oder Obst. Möhren, Kohlrabi, Kürbisse und Ananas sind nur einige Beispiele für die Verwendungsvielfalt. Andererseits leisten hochwertige Brotmesser aber auch beim Schneiden von weichem Gebäck wie Croissants und Rosinenbrötchen absolute Qualitätsarbeit.
Handhabung und Technik

Um Brot und andere Backwaren mit einer durchgehenden Schnittlinie zu zerteilen wird das Messer am Schnittgut angesetzt. Durch mehrmaliges hin und her bewegen wird nun der Schnittvorgang vollzogen. Während es hindurchgleitet bekommt man das Gefühl, Butter zu zerteilen. Das Ergebnis ist schließlich eine appetitlich aussehende, unversehrte Brotscheibe oder Brötchenhälfte.

Worauf muss beim Kauf eines Brotmessers geachtet werden?

Wer ein gutes Messer zum Brot schneiden haben möchte, sollte auf die Länge der Klinge achten. Insgesamt gilt: Je länger diese ist, desto präziser werden die Schnitte sein. Auch in Punkto Handhabung sind längere komfortabler als kurze. Die Standardlänge handelsüblicher Brotmesser beträgt 23 bis 25 cm. Mitunter sind jedoch auch längere zu haben. Aber warum sind die langen besser? Der Grund liegt in der Verwendbarkeit. Kurze Klingen können nicht gut mit breiten Schnittflächen umgehen. Das weiche Innere eines großen Brotleibes kann trotz der scharfen Sägezähne ausfransen bzw. ausflocken. Die Brotmesser mit langen Klingen hingegen sind flexibler und überall einsetzbar.

Eine Auswahl der beliebtesten Brotmesser

Antworten auf häufig gestellte Fragen

[accordiongroup id=”870″][accordion group=”870″ title=”Wie sieht ein Brotmesser aus?” active=””]Ein Brotmesser ist deutlich an seinem Wellenschliff zu erkennen. Zudem beträgt die Länge eines solchen Messers in der Regel mehr als 23 cm. Der Griff besteht oftmals aus Holz. Teilweise sind die Griffe jedoch auch aus Kunststoff oder Metall gefertigt.[/accordion][accordion group=”870″ title=”Wie schärft man ein Brotmesser?” active=””]Ist ein Brotmesser einmal richtig stumpf, sollten Sie sich am besten direkt an eine Schleiferei wenden. Denn der Wellenschliff macht das Schärfen eines sehr stumpfen Messers kompliziert. Ist das Messer allerdings nur mäßig stumpf, so können Sie selbst nachschärfen. Dazu reicht ein Schleifstein oder ein keramischer Wetzstein. Oft reichen wenige Züge, um den Grad zu entfernen. Haben Sie keinen Schleif- oder Wetzstein, so können Sie auch den unglasierten Keramikboden eines Tellers verwenden. Ist das Messer zum Brotschneiden schon sehr stumpf, so können Sie natürlich auch selbst Hand anlegen. Das wird aber mühevoll. Denn Sie müssen jede einzelne Welle nachschleifen. Dazu nutzen Sie die Kante eines Schleifsteins. Bearbeiten Sie die Kante zunächst so, dass der Kantenradius gleich dem Wellenradius entspricht. Am besten eignet sich für die Bearbeitung des Schleifsteins etwas Wasserschleifpapier. Anschließend können Sie mithilfe des Schleifsteins jede einzelne Welle nachschärfen. Zum Schluss brechen Sie noch einmal den Grad mit wenigen kräftigen Zügen.[/accordion][accordion group=”870″ title=”Wo liegt das Brotmesser richtig?” active=””]Die richtige Anordnung des Bestecks hat bei besonderen Anlässen einen hohen Stellenwert. Ein Brotmesser ist bei solchen Anlässen allerdings selten zu finden. Steht doch einmal ein Brotteller auf dem Tisch, so wird das Messer direkt auf den Brotteller gelegt. Perfekt liegt es vertikal auf dem rechten Tellerrand.[/accordion][/accordiongroup]

 

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