Schinkenmesser

Eine Platte mit köstlichem Aufschnitt, garniert mit frischem Gemüse. Hauchdünne Schinken, Wurst und Bratenscheiben, einfach zum Anbeißen. Wer sich das vorstellt, dem Läuft das Wasser im Munde zusammen. Doch bei der Vorstellung muss es nicht bleiben. Mit einem Schinkenmesser kriegen auch Sie so eine Aufschnitt-Platte hin.

Schinken mit einem Schinkenmesser schneiden

Was ist ein Schinkenmesser?

Schinken schneidenEs ist das perfekte Werkzeug, um Fleisch und Wurstwahren in feine Gaumenfreuden zu verwandeln. Geräucherte Leckerbissen wie zum Beispiel Serano-Schinken entfalten nur ihr volles Aroma, wenn sie in hauchdünne Scheiben geschnitten werden. Doch nicht nur die Stärke ist wichtig. Bei vielen Gelegenheiten kommt es außerdem auf Ästhetik an. Wenn Sie beispielsweise ein festliches Buffet kreieren, müssen Sie nicht nur dünne, sondern auch gleichmäßig große Scheiben schneiden. Das gelingt nur mit einem speziellen Schinkenmesser.

Die Voraussetzungen für so feine und präzise Schnitte schafft eine lange, schmale und scharfe Klinge. Sie ist doppelt geschliffen und läuft spitz zu. Dank dieser variablen Struktur sind Schinkenmesser sehr flexibel. Außer Wurst und Fleisch lassen sich mit diesen Schneidwerkzeugen auch Fischspezialitäten wie Lachs in dünne Scheiben schneiden. Sogar zum Filetieren kann man sie verwenden. Durch den Doppelschliff und die enorme Schärfe der Schneide sind diese speziellen Küchenmesser gut zu führen. Damit ist stets ein flinkes, wendiges Arbeiten gewährleistet.

Eine Auswahl der beliebtesten Schinkenmesser

Wie wird ein Schinkenmesser verwendet?

Sie haben es mit einem Schneidewerkzeug zu tun, was auf die Verarbeitung feiner Lebensmittel konzipiert ist. Für feste Lebensmittelbestandteile wie Knochen ist die Klinge eines Schinkenmessers nicht geeignet. Sie könnte dabei beschädigt werden. Folgendes ist zur Handhabung zu bemerken:
Da es sich hier um ein recht langes Messer handelt, erfordert der Umgang mit ihm etwas Übung. Doch im Allgemeinen bekommt man es schnell in den Griff. Durch die extreme Schärfe kann die Klinge das Schnittgut zerteilen wie Butter. Somit bedarf es keiner großen Kraftanstrengung. Sie setzen die Schneide nur an und drücken sie sanft herunter. Eigentlich verhält es sich mit einem Schinkenmesser wie mit jedem anderen Werkzeug: Je mehr Erfahrung Sie damit gesammelt haben, desto präziser wird der Schnitt sein.

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Was ist beim Kauf eines Schinkenmessers zu beachten?

Sie erwerben ein sehr leistungsstarkes Messer mit hoher Schnitthaltigkeit. Doch Vorsicht! Die Klinge ist sehr dünn und daher empfindlich. Um einen Qualitätsverlust zu vermeiden, müssen Sie es entsprechend aufbewahren. Denn eine Berührung mit anderem Besteck kann eine dauerhafte Beschädigung zur Folge haben. Am besten und sichersten bringen Sie Ihr Schinkenmesser in einem Messerblock unter. Wenn Sie diesen passend zu Ihrer Küche aussuchen, haben Sie sogar noch frischen Wind hineingebracht.

Denken Sie aber auch an die richtige Schneidunterlage. Geeignet ist ein Kunststoff- oder Holzbrett. Nicht geeignet sind Schneidunterlagen aus Marmor oder Glas. Diese führen unweigerlich zum vorzeitigen Verschleiß der Klinge. Im schlimmsten Falle wird das Messer unbrauchbar.

Wie sieht ein Schinkenmesser aus?

Das Messer ist in seiner Struktur sehr leicht und handlich. Der Griff besteht meist aus einem stabilen Kunststoff. Vereinzelt werden aber auch Modelle mit Holzgriff angeboten. Das Material kann je nach Modell ein- oder mehrfarbig gestaltet sein. So ist für jeden Geschmack etwas zu finden.

So sieht ein Schinkenmesser ausDie Klinge mit einer Länge von ca. 23 bis 26 cm ist aus einem sehr dünnen Stahl gefertigt. Sie ist schmal und vorn spitz zulaufend. Der beidseitige, sehr scharfe Schliff sorgt für eine flexible Einsatzfähigkeit. Die Schneide wird bei einigen Modellen mit einem sogenannten Kullenschliff versehen. Dieser vereinfacht die Reinigung, da keine Lebensmittelreste am Messer hängenbleiben.

Wie schärft man ein Schinkenmesser?

Bei guter Pflege genügt es, das Messer durch regelmäßige Behandlung mit einem Wetzstahl scharf zu halten. Die Messerklinge wird einfach flach über diesen hinweg geführt. Doch was heißt „gute Pflege“? Einfach beantwortet bedeutet es nichts anderes als „sauber halten“. Dies tun Sie, in dem Sie Lebensmittelreste sofort nach Benutzung gründlich unter warmem Wasser entfernen. Dadurch verhindern Sie den sogenannten Lochfraß, der die Klinge zerstört. Damit Sie sich an Ihrem Schinkenmesser lange erfreuen können, sollte es auch niemals in der Spülmaschine gereinigt werden. Aggressive Spülmittel bewirken, dass die Klinge an Schärfe verliert.

Falls jedoch der Wetzstahl zum Schärfen Ihres Schinkenmessers nicht mehr ausreicht, benötigen Sie einen Schleifstein. Dieser trägt etwas Klingenstahl ab und bringt die benötigte Schärfe zurück. Hier empfiehlt sich ein Modell mit zwei Körnungen. Derartige Schleifsteine sind auf der einen Seite fein- und auf der anderen grobkörnig.

Um einen Schleifstein effektiv nutzen zu können ist es wichtig, ihn vorher für etwa 15 Minuten in ein Wasserbad zu legen, damit er sich vollsaugen kann. Achten Sie darauf, dass der Stein während des Schleifens nicht austrocknet.

Und so wird geschliffen:

Schieben Sie die Messerklinge auf dem Stein immer hin und her. Dabei muss ein konstant leichter Druck ausgeübt werden. Mit der Zeit werden Sie feststellen, dass sich ein pulvriger Schlamm gebildet hat. Dieser muss ebenfalls feucht gehalten werden. Denn letztendlich stellt er die Substanz zum Schärfen Ihrer Messer dar.

[media_object style=”left” aligned=”middle”][/media_object][media_body]Warnung: Das Arbeiten mit einem Schleifstein ist nicht ungefährlich. Immerhin wird Stahl von der Klinge entfernt. Um sie nicht zu ruinieren, sollten Sie deshalb unbedingt nach beiliegender Schleifanleitung vorgehen.[/media_body]
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