Wiegemesser

Wer sich das Kochen zur Leidenschaft gemacht hat, legt Wert auf nahrhafte und aromatische Kochzutaten. Viele Gerichte bekommen jedoch erst mit frischen Kräutern die richtige Geschmacksnote. Damit diese auch ihr sattes Aroma behalten, müssen sie richtig aufbereitet werden. Grundlage dafür ist ein perfekter Schnitt. Dieser gelingt am besten mit einem Wiegemesser und dem dafür geeigneten Schneidebrett. Im Idealfall hat dieses eine Mulde.

Wiegemesser

Was ist ein Wiegemesser?

Es handelt sich hier um ein spezielles Küchenmesser zum Kleinschneiden frischer Kräuter und anderer Nahrungsmittel. Heut zu Tage schneidet man jedoch meist Kräuter mit einem Wiegemesser. Durch die sogenannte Wiegetechnik bekommen sie eine besonders feine Konsistenz. Bei vielen Köstlichkeiten gilt: „Je kleiner, desto feiner!“ Mit anderen Worten: Je feiner sie geschnitten werden, desto besser kann sich das Aroma entfalten.

Warum ein Wiegemesser zum Kräuter schneiden?

Nur diese Messer garantieren frisches Schnittgut erstklassiger Qualität. Das Geheimnis liegt in besagter Wiegetechnik. Nachdem Sie die Kräuter gut sortiert- und gerade auf dem Schneidebrett platziert haben, setzen Sie das Messer auf. Dann vollziehen Sie eine schaukelnde Bewegung, als wollten Sie ein Baby wiegen. Durch diese Wiegetechnik wird das Schnittgut schonend zerkleinert. Damit die Kräuter nicht auf der Schneidunterlage zerdrückt werden, verleiht man Wiegemessern eine besonders intensive Schärfe. Das Aroma bleibt erhalten und die geschnittenen Köstlichkeiten sehen immer appetitlich aus.

Wie sieht ein Wiegemesser aus?

Sie können so ein Messer in zwei verschiedenen Varianten erwerben. Es kann eine- oder zwei Klingen haben. Bei letztgenannter Variante sind die beiden Klingen miteinander verbunden. Man findet Wiegemesser in den Produktangeboten auch oft unter den Bezeichnungen „einschneidige“ und „zweischneidige“ Messer.

Unabhängig von der Variante haben Wiegemesser meist auf beiden Seiten je einen senkrecht stehenden Griff. Durch die Führung mit beiden Händen geht das Wiegen leicht vonstatten. Vereinzelt findet man jedoch auch sogenannte Multitasking-Messer, welche mit einem durchgehenden Griff ausgestattet werden. Dies ist von Vorteil, wenn mehrere Kochvorgänge gleichzeitig praktiziert werden sollen und eine Hand frei bleiben muss.

Die Klingen werden aus einem geschmiedeten Spezialklingenstahl bzw. hochwertigem Edelstahl hergestellt. Sie sind halbrund, gebogen und der Schliff ist glatt. Die Griffe bestehen aus Kunststoff oder Holz und sind ergonomisch geformt. Dies verleiht den Messern ein gutes Handling. Die Länge beträgt etwa 15 bis 20 cm.

Was sollte man beim Kauf eines Wiegemessers beachten?

Es ist immer vorteilhaft, ein Wiegemesser gleich mit der dazu gehörigen Schneidunterlage einzukaufen. Viele Modelle werden bereits in Kombination mit einem Schneidebrett angeboten. Dieses ist dann oft mit einer Mulde versehen. Vorteil solcher Bretter: Sie unterstützen den Schwung des Messers und verhindern ein Abrutschen.

Eine Auswahl der beliebtesten Wiegemesser

Wie bereitet man die Kräuter für den Schnitt vor?

Nach dem der Kräuterbund gründlich gewaschen wurde, muss er gut abtropfen. Trocknen Sie ihn hinterher noch einmal gründlich mit einem Küchentuch ab. Die Kräuter müssen wirklich trocken auf das Schneidebrett gelegt werden. Warum ist das so wichtig? Wegen der ätherischen Öle. Durch Zuviel Feuchtigkeit gehen diese beim Schneiden verloren. Dies bedeutet wiederum den Verlust von Aroma.

Warum sind Wiegemesser so scharf?

Es ist erwiesen: Je schärfer Messer sind, desto schonender gehen sie mit Lebensmitteln um. Wenn Sie Kräuter mit zu viel Anstrengung bearbeiten, werden die wertvollen Inhaltsstoffe auf dem Schneidebrett zerdrückt. Dies kann mit einem Wiegemesser nicht passieren. Das hin und her wiegen geht leicht vonstatten, ohne dass Sie großen Druck ausüben müssen. Ein guter Schnitt mit wenig Aufwand ist aber nur mit einer extrem scharfen Messerklinge realisierbar.

Wie kann man Wiegemesser schärfen?

Mit einem Abziehstein oder Abziehleder bekommen Sie Ihr Messer schnell wieder scharf. Allerdings sind diese Werkzeuge nicht ungefährlich, was die Verletzungsgefahr angeht. Deshalb sollte einer solchen Maßnahme etwas Erfahrung vorausgehen. Dies gelingt nur mit Übung oder technischen Grundkenntnissen. Beachten Sie auf jeden Fall immer die beiliegenden Betriebsanleitungen von Schleifwerkzeugen. Wenn Ihnen dieses Wagnis aber zu gefährlich ist, sollten Sie sich besser an einen professionellen Dienstleister wenden. Oft bieten auch schon die Messerhersteller einen Schleif-Service an.

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